Woran erkennt man einen guten Heilpraktiker?

Es ist nicht so einfach, seinen Heilpraktiker des Vertrauens zu finden. Worauf soll man achten, welche Anhaltspunkte wären wichtig? Im Zweifel kann man auch einfach vorher fragen. Ich habe hier 12 Punkte zusammengestellt, die bei der Entscheidung helfen:

Der Heilpraktiker sollte nach meiner Auffassung:

- sich in Ruhe alle Symptome und persönlichen Lebensumstände anhören (2 Stunden mindestens)

- die Ursache der Erkrankung anhand der Anamnese erkennen können.

- diese erklären und entsprechende Maßnahmen und deren Notwendigkeit erläutert und in Absprache einleiten.

- die bisher einzunehmenden Medikamente und deren Notwendigkeit beurteilen können oder sich gegebenenfalls beim Facharzt oder Apotheker 
erkundigen.

- Befunde verständlich erklären können.

- Symptome von Symptomen, die durch die Einnahme der Medikamente entstanden sind, aufzeigen und gegebenenfalls nachweisen.

- einen Behandlungsplan erstellen, diesen besprechen und erklären können. Er kann sein Vorgehen gut begründen und auf Fragen zufriedenstellend antworten.

- genau die Grenzen der naturheilkundlichen Behandlung kennen und gegebenenfalls zum richtigen Zeitpunkt zum Facharzt weiterleiten.

- seine Kompetenz in seiner Behandlungsart und Fortbildungen schriftlich nachweisen können. Daran kann man sein Engagement und seine Erfahrung erkennen.

- kein Heilungsversprechen geben.

- die Behandlung sorgfältig dokumentieren, was an den Fragen der Folgekonsultationen zu erkennen ist.

- über fachübergreifendes Wissen verfügen. Wie z.B., darüber, dass wurzelbehandelte Zähne Entzündungen und damit Schmerzen und ernsthafte Pathologien in den verschiedensten Körperbereichen verursachen können. Oder etwa, dass ein HWS-Syndrom mit Globuli nicht behandelt werden kann, wenn der Patient tagtäglich stundenlang mit der PC-Maus arbeitet und seine Arbeitsweise nicht ändert.


Etwas dezidierter gebe ich noch folgende Hinweise:

Für eine ganzheitliche Behandlung stellt die ausführliche Anamnese mit der schulmedizinischen Diagnostik die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung dar. Ein guter Heilpraktiker, ein klassischer Homöopath, nimmt sich sehr viel Zeit und hört sich in Ruhe die gesamte Symptomatik aller jemals durchgemachter Erkrankungen an. Er fragt ganz genau nach, wann, wo, wie etwas schmerzt oder die Beschwerden sich auf sonst eine Art äußern, oder geäußert hatten. Dabei ist die exakte chronologische Aufarbeitung der Symptome von großer Wichtigkeit, weil nur anhand dieser die mögliche Ursache/Wirkungsreaktion herausgefiltert werden kann.

Arztberichte und Laboranalysen geben Aufschluss über den Grad der Krankheitsgeschehen. Die daraufhin verordneten Medikamente und die Reaktionen des Körpers geben Auskunft über die eventuell veränderten Symptomatiken, die für die Auswertung der Anamnese von äußerster Wichtigkeit sind. Weil sogenannte Nebenwirkungen, ja nur Wirkungen sind, die eigentliche nicht gewünscht sind, aber nicht vom Patienten selbst erzeugt wurden. Und somit für die Wahl des Medikamentes nicht ausschlaggebend sein dürfen. Während der mehrstündigen Anamnese stellt sich heraus, ob weitere diagnostische Maßnahmen notwendig sind. Bei Nacken-/Schulterschmerzen könnten evtl. auch ein Physiotherapeut, ein Neurologe, ein Orthopäde, selbst ein Optiker, für eine erfolgreiche Beseitigung der Beschwerden von Nöten sein. Dies wird allein durch eine gute Anamnese herausgefiltert.

„An jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch“
Paracelsus (1493-1541).

Auch auf antiken Säulen fand man schon den Hinweis, dass wurzelbehandelte Zähne den Menschen krank machen können. Am Röntgenbild von wurzelbehandelten Zähnen kann man anhand dem verdunkelten Umfeld um den gefüllten Wurzelkanal erkennen, dass sich hier schon der Knochen aufgelöst hat und  ein entzündlicher Prozess vorhanden ist. Mercaptane und Thioether  können nun entzündliche Prozesse im ganzen Körper hervorrufen. Mittels der Gesamtheit der Symptomatik und den Meßergebnissen der wurzelbehandelten Zähne lässt sich die Notwendigkeit einer Behandlung der Zähne erkennen. Zahnerhalt steht an erster Stelle – im Verhältnis zu der Gesamtsymptomatik, bzw. dem gesamten Krankheitsgeschehen. Zu einer ganzheitlichen Behandlung gehört natürlich selbstverständlich auch eine Ernährungsberatung und eine adäquate Bewegungsempfehlung dazu.

Werden diese Parameter erst einmal von dem Heilpraktiker erfüllt, kann man davon ausgehen, dass der Weg zu einer Verbesserung der Beschwerden geebnet sein kann.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0